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Abschlussfeier der Berufsfachschulen des Berufsschulzentrums Stockach

Einen guten Grund zum Feiern hatten 73 Schüler und Schülerinnen aus drei Klassen der zweijährigen Berufsfachschulen im kaufmännischen und hauswirtschaftlich-pflegerischen Bereich des Berufsschulzentrums. Sie erhielten im Bürgerhaus Stockach in festlichem Rahmen ihr Abschlusszeugnis der Fachschulreife.

Die Feier wurde kurzweilig gestaltet durch die musikalische Unterstützung der Lehrer-Combo des Berufsschulzentrums und "Lena und Thanh", beide Absolventen des Berufskollegs Technik, die durch professionell vorgetragene Songs das Publikum begeisterten. Für das leibliche Wohl sorgten sehr engagiert die Schüler des ersten Jahres der Berufsfachschule.

 Nach einer Ansprache des Schulleiters Karl Beirer gab der stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Marjan Valenti den Jugendlichen aufmunternde Worte aus Elternsicht mit auf den Weg. Schülersprecher Sebastian Zemann hielt eine knackige Rede mit einem Dank an die Lehrkräfte, die wohl auch an den Schülern und Schülerinnen gewachsen seien.

 Die erfolgreichen Absolventen der Berufsfachschulen ermöglichten ihren Eltern und Freunden durch anschauliche, mit Musik untermalte Präsentationen einen eindrücklichen Einblick in ihre zweijährige Schulzeit mit Highlights wie der Londonfahrt, erlebnispädagogischen Aktivitäten oder dem Besuch von Übungsfirmenmessen, auf denen sie die Waren ihrer Patenfirmen präsentierten und verkauften.

Neben dem Unterricht erwarben sehr viele Jugendliche Zertifikate für Zusatzqualifikationen, z.B. durch die Teilnahme am Leistungsschreiben an der PC-Tastatur. Die SchulArt fördert Talente durch Beiträge der Jugendlichen im schriftstellerischen und musikalisch-malerischen Bereich, die mit einer Vernissage gewürdigt werden. Hier können am Berufsschulzentrum auch andere Talente gezeigt werden, als die im Unterricht geforderten.

Im kaufmännischen Bereich gibt es die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Prüfung mit Microsoft Navision, einer integrierten Unternehmenssoftware, die Kenntnisse im Bereich Einkauf, Verkauf und Finanzmanagement bescheinigt.

Drei Schüler und zwei Schülerinnen ließen sich an der Schule zu Tutoren für die Schüler der ersten Klassen ausbilden und gaben erfolgreich ihr Wissen in Mathematik weiter.

 Der Fachschulabschluss gibt den Jugendlichen ein gutes Fundament für ihre weitere berufliche Entwicklung. So wird etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler eine Ausbildungsstelle antreten, während die andere Hälfte die Fachhochschulreife am Berufskolleg oder das Abitur am beruflichen Gymnasium anstrebt. Einige absolvieren zunächst ein soziales Jahr und zeigen damit ein entsprechendes gesellschaftliches Engagement. Es eröffnen sich also vielfältige Wege in eine gute Zukunft.

Zusammenhalt und Differenz
Stimmungsvolle Abschlussfeier der Berufsschüler des BSZ Stockach

Ein Zeichen gegen gesellschaftliche Zersplitterung  setzten das BSZ Stockach und die Ausbildungsbetriebe mit einer festlichen gemeinsamen Abschlussfeier für alle Abschlussklassen der Berufsschule im Bürgerhaus in Stockach. Von Hauswirtschaftshelferinnen und Beiköchen über Verkäufer, Kaufleute im Einzel- und Großhandel bis zu den Industriekaufleuten mit Zusatzqualifikation  „Europäisches Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen"  waren die Absolventen zusammengekommen, um ihre Zeugnisse und Auszeichnungen entgegenzunehmen und das Ende ihrer Ausbildungszeit zu feiern.

Die Veranstaltung wurde eingeleitet durch eine zugleich nachdenkliche wie schwungvoll-motivierende Rede von Schulleiter Karl Beirer über den „Marathon des Lebens". Um diesen Marathon auch weiter erfolgreich zu gestalten, gab er den Absolventen vier letzte „Übungseinheiten"  mit auf den Weg: nämlich manchmal schon zu danken beim Ernten der ersten Früchte einer Arbeit, eher Chancen in Veränderungsprozessen zu erkennen und zu ergreifen statt über die damit verbundenen Schwierigkeiten zu jammern, auch mal gegen den Strom zu schwimmen - um zur Quelle zu kommen - und immer wieder auf den eigenen Herzschlag zu hören.

Die Elternbeiratsvorsitzende, Frau Doris Lösch, hob hervor, dass mit dem Ende der Schulzeit  für die jungen Erwachsenen  eine lange Zeit mit vertrauten und festen Strukturen zu Ende sei  und dass es jetzt für jeden Einzelnen darum gehe, den Start in einen neuen Lebensabschnitt mit Mut und Energie anzupacken.

Frau Eisele von der Firma Aptar führte als Vertreterin der Ausbildungsbetriebe den Gästen vor Augen, welch gute Basis sich die jungen Leute mit ihrer dualen Ausbildung geschaffen hätten und dass sich auf diesem Fundament  alle denkbaren beruflichen „Häuser" errichten ließen. Sie verwies aber auch eindringlich auf den teils schon spürbaren, teils noch zu erwartenden Fachkräftemangel in Deutschland und forderte die Firmen auf, den Nachwuchs intensiv zu „pflegen" und ihm alle denkbaren Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Gleichzeitig appellierte sie an die jungen Fachkräfte, dies ihren Betrieben auch mit Loyalität und Einsatz  zurückzuzahlen.

 Aber es gab nicht nur hörenswerte Reden, sondern auch mitreißende Musik von der in Bestform aufspielenden Lehrercombo. Karin Sieber aus der Einzelhandelsklasse bot eine humorvoll  gereimte Rückschau  auf die mit den  Mitschülern manchmal „erlittene", meist aber genossene Berufsschulzeit.  Andreas Trezza und Sarina Mutter servierten charmant und weltläufig optisch und akustisch rasante Bildpräsentationen mit  Highlights von den Studienfahrten nach Madrid und Paris sowie von den Auslandspraktika der „Euro-Klasse" von Hongkong bis Toronto und London bis Buenos Aires. Und als Höhepunkt der Veranstaltung konnten die Absolventen schließlich mit Stolz aus der Hand ihrer jeweiligen Klassenlehrer die Abschlusszeugnisse und vielfache Belobigungen und Preise für hervorragende Leistungen entgegennehmen.

Leicht und launig hatte die stellvertretende Schulleiterin, Frau Rösgen, durch das Programm geführt  und als die Festgesellschaft mit einem gemeinsam gesungenen „Country roads" den Abend beschloss, war viel Befriedigung und Genugtuung von Ex-Schülern/Auszubildenden, Eltern, Lehrern und Betriebsvertretern über eine große Gemeinschaftsleistung  zu spüren.