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Geschichte des Berufsschulzentrums oder
die Entwicklung von einer Handelslehranstalt zum Stockacher „BSZ"

Die Weiterentwicklung von der reinen Gewerbeschule zur „Handelslehranstalt" wurde 1967 eingeleitet: Der Stockacher Kreistag setzte den Beschluss in die Tat um und baute 1967 in Stockach ein neues Schulgebäude. Damit bekamen Vollzeitschulen (Wirtschaftsschule, die Berufsschule für Bürotechnik und der Telekolleg-Begleitkurs neben der Kaufmännischen Berufsschule (duale Ausbildung im Einzel- und Großhandel sowie in der Industrie) Raum für das „kaufmännische Profil". Die ehemalige Handelsschule wurde „über Nacht" auf ca. 300 SchülerInnen kräftig erweitert.

Bestehen blieb aus „der Gewerbeschule" die Grundstufe Metall. Für Industrie-, Zerspanungs- sowie für Feinwerkmechaniker FR Formenbau wird seither die Grundausbildung vermittelt.

Bereits 1973 erfolgte die Angliederung der Hauswirtschaftlichen Abteilung mit der haus-wirtschaftlich-sozialpädagogischen Berufsfachschule sowie der 1-jährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft.

1977 wurde das Kaufmännische Berufskolleg I aufgebaut.

1979 kam das Berufsvorbereitungsjahr (damals noch mit A- und B-Kurs) hinzu.
In dieser Anordnung entstand das Berufsschulzentrum - liebevoll „das BSZ" genannt: Gewerbliche, Hauswirtschaftliche und Kaufmännische Abteilung unter einem Dach mit einheitlicher Leitung (Oberstudiendirektor Werner Huger).

Seit 1982 ist integrierter Sportunterricht kein Fremdwort mehr, denn die kreiseigene Turnhalle wurde eingeweiht.

Auf diesen Fundamenten hat unsere Schule eine rasante Entwicklung genommen. Und: Dieser spannende Prozess ist noch längst nicht am Ende ...

Schulleitung und Kollegium haben sich einer „offenen Schule" verschrieben - sie identifiziert sich mit der Vision vom „Haus des Lernens", mit „Fordern und Fördern". In ein schlüssiges Gesamtkonzept wird der Fokus auf leistungsschwächere Jugendliche einerseits und auf leistungsstarke Jugendliche andererseits gelegt. Selbst gesellschaftliche Herausforderungen, wie Arbeitslosigkeit, ist für uns kein Tabu: 1995 engagierte sich das BSZ in Kooperation mit der VHS Stockach mit Umschulungsprogrammen (für Einzelhandel, Büro und Industrie) und betrieb damit Arbeitsmarktpolitik im Mikrokosmos.

Lernortkooperation, Internationalisierung, Handlungsorientierung, Projektunterricht, Übungsfirmen (CEC - Coffee Event Corporation sowie AGF - All Generation Furniture), Juniorfirma („JUFI"), Learning by Doing, Wettbewerbe, Kooperationen mit Haupt- und Förderschulen sind Meilensteine einer wichtigen Entwicklung.

1995 Entwicklung des Schullogo mit Unterstützung von Njoschi Weber und Rainer Vollmer.

1996 Wertvolle Unterstützung bringt der neu gegründete Förderverein „Freunde und Förderer des BSZ Stockach e.V." Sechs Jahre wurde der Verein von Herrn Friedrich Dandler geführt. Seit 2002 führt Herr Bernhard Bihler (RIZ Radolfzell) den Verein von Erfolg zu Erfolg.

1996 wird das Kaufmännische Berufsvorbereitungsjahr eingeführt.

1997 Gründung der Juniorfirma.

1998 Einführung der Kooperationsklasse mit der Hauptschule Stockach.

2000 Weiterentwicklung der Kooperation mit der Förderschule durch den Aufbau der Kooperationsklasse mit der Goldäckerschule.

1999 startet das BSZ in der dualen Ausbildung mit Zusatzqualifikationen für Absolventen mit Abitur bzw. Fachhochschulreife bei Industrie- und Großhandelskaufleuten - Europ./Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen. Seit 2007 kann im 3. Ausbildungsjahr parallel zur Ausbildung mit dem Bachelor-Studium (Businessadministration) begonnen werden.

2000 Gründung der Übungsfirmen CEC (Coffee Event Corporation) und AGF (All Generation Furniture) in den Räumen der ehemaligen Kreisbildstelle.

2001 Einführung des einjährigen Berufskollegs „Technik und Medien".

 

 

 

2002 Wettbewerb des KM Baden-Württemberg „Berufliche Schulen gewinnen" - 2. Platz für das Konzept Berufsvorbereitungsjahr.

2003 Start mit der Ausbildung von Beiköchen/Beiköchinnen sowie HauswirtschaftshelferInnen. Damit bekommen Jugendliche aus dem Berufsvorbereitungsjahr oder der Förderschule mit der ausbaufähigen dualen Ausbildung eine gute Perspektive für die Integration in den Arbeitsmarkt.

2003 Verleihung des Status „Ausbildungsschule" (Angebot von Praktika, Ausbildung von Referendaren).

2004 Start in den „StEBS-Prozess": Stärkung der Eigenständigkeit Beruflicher Schulen. ProzessbegleiterInnen: Sabine Bretschneider und Anne Meyenburg.

2004 Fertigstellung des Neubaus.

2006 Erfolgreiche Bewerbung um das Berufswahlsiegel.

2006 Wettbewerb des KM Baden-Württemberg „Berufliche Schulen gewinnen" - 3. Platz mit dem Beitrag „Silber-Surfer-Fuchs" - DV-Kurs der Wirtschaftsschüler für Senioren.

2006 Start ins Konzept OES - Operativ eigenständige Schule.

2007 Weiterentwicklung des Berufsvorbereitungsjahres zum Berufseinstiegsjahr (BEJ).

2007 Einführung des Kaufmännischen Berufskolleg II „Verzahnungsmodell". Geschäftsführer: Andreas Maier und Markus Zähringer.

2008 Reformation des BK Technik und Medien zum BK Technik I.

2009 Fortführung des BK Technik I zum BK Technik II.

April 2009 Rezertifizierung „Berufswahlsiegel".

Mai 2009 Erste Fremdevaluation im BSZ Stockach. Kritische Freunde: Rainer Domisch (Zentralamt für Unterrichtsentwicklung, Finnland) und Prof. Matthias Scholz (Staatliches Seminar für Lehrerausbildung und Didaktik Freiburg).

Mai 2009 Wettbewerb Berufliche Schulen gewinnen - 3. Platz mit dem FluFaSim - Fahrsimulator.