Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich ein einmonatiges Praktikum im Ausland absolviert.
Das Land durfte ich mir selbst aussuchen. Für mich stand von Anfang an fest: Wenn es nicht die USA werden sollte, dann eine Insel! Nach langem Überlegen wurde mir schließlich Madeira vorgeschlagen und ich habe mich sofort in die Insel verliebt. In diesem Moment wusste ich, dass ich unbedingt dorthin wollte.
Die Organisation meines Auslandspraktikums war eine spannende Herausforderung. Neben der Planung von Flügen, Unterkunft und Versicherungen gab es auch kurzfristig eine unerwartete Änderung: Nur zwei Wochen vor meinem Abflug zog sich meine ursprüngliche Praktikumsstelle zurück und sagte mir kurzfristig ab. Zum Glück konnte schnell eine neue Praktikumsstelle gefunden werden, sodass meiner Reise nach Madeira nichts mehr im Weg stand. Zusätzlich erhielt ich von meiner Schule eine Erasmus+-Förderung.
Nach dem ganzen Stress war es schließlich so weit und ich betrat die Insel Madeira.
Bereits in meiner ersten Woche begann ich mein Praktikum in einer Designagentur. Gleichzeitig nahm ich an einem Englischkurs teil. Während meines Praktikums bestand meine Hauptaufgabe darin, beim Start eines neuen Projekts mitzuwirken. Ich recherchierte externe Informationen und pflegte diese in die Website ein, brachte neue Ideen ein, gab Feedback und Verbesserungsvorschläge und nahm an Meetings mit Kunden teil. Besonders interessant fand ich, dass alle Besprechungen persönlich vor Ort stattfanden. Dadurch entstand ein direkterer Austausch und es wurde schneller Vertrauen aufgebaut.
Die Arbeit war sehr abwechslungsreich, da ich jede Woche eine neue Hauptaufgabe übernahm und mich immer wieder in unterschiedliche Programme und Software einarbeiten musste. Da sich das Projekt mit den versteckten Orten Madeiras beschäftigte, bekam ich für einige Tage eine Kamera, um selbst Bilder dieser Orte aufzunehmen. An manchen Nachmittagen besuchten wir die verschiedenen Orte gemeinsam und machten Fotos von der beeindruckenden Landschaft und den Bergen. Dadurch konnte ich bereits einige Ziele auf meiner persönlichen Liste abhaken.
Ich wohnte in einer schönen Gegend in einem modernen Apartment in Funchal, das nur etwa zehn Gehminuten vom Meer entfernt lag. Auf der Insel war ständig etwas los. Zahlreiche Food-Festivals, Public Viewings, Konzerte oder Rally-Veranstaltungen sorgten dafür, dass es nie langweilig wurde.
Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir jedoch die beeindruckende Natur. Das Meer, die Berge, die steilen Klippen und vor allem der Fanal Forest mit seinen riesigen Bäumen und dem mystischen Nebel haben mich tief beeindruckt. Diese Bilder werden mir für immer im Gedächtnis bleiben und ich werde mich nach meiner Rückreise oft danach sehnen. So schön die vielen Veranstaltungen auch waren, keine von ihnen konnte mit diesen einzigartigen Landschaften mithalten.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich diese Erfahrung machen und so viele neue Dinge ausprobieren durfte. Sei es neues Essen zu entdecken, eine andere Kultur kennenzulernen oder wunderschöne Orte zu erkunden. All das gehörte dazu und hat mich geprägt.
Abschließend kann ich sagen, dass dieses Auslandspraktikum eine unvergessliche Erfahrung für mich war. Ich konnte nicht nur wertvolle berufliche Erfahrungen sammeln, sondern mich auch persönlich weiterentwickeln. Ich habe gelernt, selbstständiger zu handeln, offen auf neue Situationen zuzugehen und mich besser zurechtzufinden.
(Text und Bilder: Rebecca Barna)



