Frederick-Workshop in Stockach III

Der Schriftsteller Tilman Rau besuchte Schüler am Berufsschulzentrum Stockach

Anlässlich des Fredericktags war der Stuttgarter Autor Tilman Rau am Berufsschulzentrum Stockach zu Gast und zeigte Schülern, wie Kreativität gesteigert werden kann
 

Die Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums in Stockach wurden im Rahmen des Fredericktags von Autor Tilman Rau (im Hintergrund) besucht.
Die Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums in Stockach wurden im Rahmen des Fredericktags von Autor Tilman Rau (im Hintergrund) besucht. | Bild: Berufsschulzentrum Stockach


Bereits zum zweiten Mal fand am Berufsschulzentrum Stockach der Fredericktag statt. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, dient dieser dazu, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das Lesen und Schreiben zu begeistern. Zu diesem Zweck wurde die Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums von dem Stuttgarter Schriftsteller und Dozenten Tilman Rau besucht.

Mithilfe unterschiedlicher Übungen versuchte er, den Schülern zu zeigen, wie sie ihre eigene Kreativität steigern und dabei Spaß beim Schreiben haben können. Unter anderem wurden die Rechtshänder dazu aufgefordert, mit der linken Hand zu schreiben, die Linkshänder mit der rechten. Ebenfalls wurde eine Schreibaufgabe nach draußen verlegt. Laut Mitteilung zielten diese Übungen darauf ab, das Lernen in der Schule, „bei welchem nach einem vorgegebenen Schema geschrieben wird“ auszublenden und sich und seine Fähigkeiten auf eine andere Art und Weise kennen lernen zu dürfen.

Autor steht Frage und Antwort

Gleichzeitig durften die Schüler Tilman Rau Fragen zu seinem Beruf stellen. Abgesehen von seinem Gehalt interessierte die Schüler laut Mitteilung, wie Rau es schaffe, sich zum Schreiben zu motivieren und wie er überhaupt dazu kam. Beantwortet worden sei diese Frage in Form einer Kurzgeschichte, die Rau erst in diesem Jahr geschrieben hatte.

Die Schule schilderte die Handlung so: Tilman Rau besuche mit seinem Vater ein Restaurant und erzähle in Rückblenden, wie er als kleiner Junge das erste Mal an Stift und Papier kam, um sich die Zeit zu vertreiben, während sein Vater arbeitete. Erst gegen Ende der Geschichte erfahre der Leser, dass Raus Vater nicht mehr lebt, er ihn aber wieder ins „Leben schreiben kann“. So sei es Rau auch besonders wichtig, jeder Auftragsarbeit und jedem seiner Texte etwas ganz Persönliches zu verleihen.

Die Schüler der Eingangsklasse des Wirtschaftsgymnasiums lobten den Workshop mit Tilman Rau laut Mitteilung als abwechslungsreich und kurzweilig und gaben an, sehr viel daraus mitzunehmen.

(Südkurier/ SK/ PM)